100% Natur?

So natürlich ist eine QUL-Naturlatexmatratze

Hartnäckig hält sich im konventionellen Bettenhandel die Aussage „100% Naturlatex – das kann es gar nicht geben!“. Diese Aussage ist jedoch falsch, denn sie vermischt zwei Dinge miteinander..

Latex lässt sich auf natürlichem Wege, durch Anzapfen des Gummibaumes, aber auch synthetisch auf Basis von Erdöl gewinnen. Anders als etwa „Bio“ oder „Öko“ ist die Bezeichnung „Natur“ nicht gesetzlich geschützt. Jedes Mischungsverhältnis aus natürlichem oder synthetischem Latex darf so benannt werden. Üblich ist die Beifügung eines hohen synthetischen Latex-Anteils, weil Syntheselatex kaum Umwelteinflüssen ausgesetzt ist und sich so beim Aufschäumen stets kalkulierbar gleich verhält.
 
QUL- Naturlatexmatratzen dürfen ausschließlich aus natürlichem Latex = Naturkautschuk bestehen. In QUL-Naturlatexmatratzen wird also 100%ig natürlicher Latex verarbeitet.

Naturkautschuk allein macht allerdings noch keine Matratze. Ob synthetisch oder natürlich, die flüssige Substanz muss stabil und elastisch werden. Dabei kommen bei beiden Ausgangsprodukten teils synthetische Hilfsmittel zum Einsatz, sonst entstünde kein Schaum. Elastisch wird Latex nämlich erst, wenn seine Moleküle mit Schwefel untereinander vernetzt werden. Diesen Vorgang nennt man Vulkanisation. Überschüsse der Vulkanisationshilfsmittel werden im Verlauf des Herstellungsprozess wieder ausgewaschen. Dennoch umfassen die strengen Kontrollen des QUL auch die bei der Vulkanisation möglicherweise entstehenden Zersetzungsprodukte.

Mehr Infos zu Schwefelkohlenstoff in Latexmatratzen